Kuraray Europe GmbH, PVB Division https://www.mowital.com/ en_GB Wed, 20 Nov 2019 05:36:12 +0100 Wed, 20 Nov 2019 05:36:12 +0100 news-284 Thu, 13 Jun 2019 10:31:39 +0200 Gemeinsame Kompetenzen für Farben, Lacke und Klebstoffe der Zukunft https://www.mowital.com/de/news/detailansicht/news/combined-expertise-for-tomorrows-coatings-colorants-and-adhesives/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a085c1bcfb675a97261e1df65dceab81 Kuraray Experten im Interview: „Wir schaffen Industriewerkstoffe der Zukunft.“
Farben, Oberflächenmaterialien und Klebstoffe für die Industrie müssen immer mehr leisten und sich gleichzeitig einfach sowie kostensparend verarbeiten lassen. Daher entwickeln die Experten von Kuraray, einem der weltweit führenden Spezialchemie-Hersteller, leistungsfähige Kunststoffe, mit denen sich Industrieprozesse effizienter gestalten lassen. Innovative Materialien aus den Bereichen Polyvinylbutyral (PVB), Polyvinylalkohol (PVA) und Elastomere schonen die Umwelt und ermöglichen anspruchsvolle Anwendungen vom 3D-Druck bis zum Automobilbau.

Dr. Maria Martinez Velencoso, Application Development Engineer für Elastomer, Jörg Bruss, Director Global Business für Technical PVB, und Heiko Mack, Head of Poval Business, nehmen im Roundtable-Interview Stellung, was Farben, Lacke und Klebstoffe der Zukunft alles leisten müssen.


Kuraray bietet ein breites Spektrum an Materialien für die Farben-, Lack- und Klebstoffindustrie. Welche neuen Trends gibt es dazu im Markt?

Jörg Bruss: Die Industrie fordert Farben, Lacke und Klebstoffe, die sehr leistungsfähig und beständig sind und sich gleichzeitig effizient verarbeiten lassen. Die Materialien müssen auch gesundheitlich gut verträglich sein und die Umwelt schonen. Beim Thema Effizienz sehen wir als einer der führenden Hersteller für Spezialchemie bei den Produkteigenschaften die Viskosität als einen wichtigen Schlüssel.

In welchen Bereichen kann die Viskosität die Effizienz steigern?

Jörg Bruss: Zum Beispiel beim Curtain Coating. Das ist ein industrielles Beschichtungsverfahren, bei dem Werkstücke, etwa Teile für die Automobilindustrie, unter einem fließenden Vorhang des Beschichtungsmaterials hindurchgeführt werden. In der Funktion als Bindemittel verleiht unser neues PVB-Material Mowital® BA 55 HH mit seiner speziellen Rheologie Lacken und Beschichtungen für dieses Auftragsverfahren einen sehr gleichmäßigen Materialfluss.

So lässt sich Materialauftrag präziser steuern…

Jörg Bruss: Genau, die Beschichtung lässt sich sparsamer auftragen, der Prozess beschleunigen und damit die Kapazität erhöhen. Übrigens gilt das auch bei komplexen Anwendungen mit mehreren Beschichtungsvorhängen hintereinander. Und das Material kann noch mehr: Es ist sehr gut hitzebeständig und hat eine 40 Prozent höhere Glasübergangstemperatur (Tg) als vergleichbare PVB-Typen auf dem Markt. Damit ist BA 55 HH ideal für Anwendungen geeignet, bei denen die Materialien kurzfristig auf bis zu 200 Grad Celsius erhitzt werden – etwa Heißsiegellacke und Schmelzkleber für Verpackungen in der Lebensmittelindustrie.

Heiko Mack: Curtain Coating kommt übrigens auch beim Beschichten von Papierverpackungen zum Einsatz. Für diese Anwendung bieten wir den neuen hochmolekularen KURARAY POVAL™ Polyvinylalkohol KP 200-88 KX an. Der PVA-Typ verbessert die rheologischen Eigenschaften im Prozess, bei gleichzeitig geringerem Materialeinsatz.

Dr. Maria Martinez Velencoso: Ein weiteres Beispiel ist die Automobilindustrie. Hier löst der Einsatz von Elastomer-Klebstoffen zunehmend das Punktschweißen ab. Dabei ist die Viskosität eine wichtige Anforderung. Die Klebstoffe werden in den modernen Fertigungsstraßen heute mit Robotern aufgebracht. Damit die Materialien mit Pumpen zum Roboterarm befördert werden können, benötigen sie bei der Verarbeitung ein spezielles Fließverhalten, also eine spezielle Rheologie, und eine sehr niedrige Viskosität. Mit Festkautschuk ist das nur bedingt möglich…

…hier kommen Flüssigkautschuke von Kuraray ins Spiel?

Dr. Maria Martinez Velencoso: Ja, wir bieten unter anderem Typen unseres Flüssigkautschuks Liquid Rubber mit verschiedenen Molekulargewichten für unterschiedliche Anwendungen, von niedrig bis sehr hoch. Diese Materialien verleihen den Klebstoffen in der Automobilindustrie ein sehr gutes Fließverhalten für die Verarbeitung und verbessern gleichzeitig die mechanische Leistungsfähigkeit.

Inwiefern?

Dr. Maria Martinez Velencoso: Ein Hauptgrund für den Einsatz von Klebstoffen auf Elastomerbasis ist ihre hohe Elastizität. Autos müssen immer leichter werden, insbesondere im Bereich Elektromobilität. Aufgrund der leisen Elektromotoren wird es zudem immer wichtiger, störende Geräusche und Vibrationen innerhalb und außerhalb der Fahrzeuge zu vermeiden. Um das Gewicht zu reduzieren, setzen die Hersteller beim Bau der Karosserie ganz neue Materialkombinationen ein. Aluminium und Stahl treffen dann beispielsweise direkt aufeinander.

Jörg Bruss: Zwei Materialien, die natürlich ein sehr unterschiedliches Dehnungsverhalten bei Temperaturschwankungen aufweisen.

Dr. Maria Martinez Velencoso: Genau, bei Temperaturveränderungen dehnen sich Stahl und Aluminium verschieden stark aus oder schrumpfen. Treffen die Materialien bei der Konstruktion der Karosserie aufeinander, ist das für die Klebeverbindung eine echte Herausforderung. Hier sind Dichtmittel und Klebstoffe gefragt, die elastisch genug sind, um diese Unterschiede auszugleichen, Vibrationen und Lärm zu dämpfen und der Karosserie des Fahrzeugs eine sichere strukturelle Stabilität zu verleihen.

Und Liquid Rubber bietet beides?

Dr. Maria Martinez Velencoso: Exakt! Und anders als herkömmliche Elastomere bleibt Liquid Rubber auch bei sehr niedrigen Temperaturen flexibel. Klebeverbindungen mit dem Flüssigkautschuk behalten auch bei Kälte ihre Schlagfestigkeit. Für sichere Fahrzeugstrukturen. Reifenherstellern nutzen diese Eigenschaft ebenso: Hier verleiht Liquid Rubber Winterreifen besseren Gripp. Zudem entwickeln wir derzeit neue Produkte im niedrigen Molekulargewichtsbereich. Sie haben verschiedene funktionelle Gruppen, mit denen sie sich optimal mit anderen Werkstoffen kombinieren lassen – etwa mit Fasern oder Metallen der Fahrzeugkarosserie.

Heiko Mack: Weitere wichtige Themen im Bereich Farben, Lacke und Klebstoffe sind verstärkt Gesundheit und Umwelt. Verbraucher achten immer mehr darauf, dass die Produkte, die sie kaufen, umweltfreundlich sind. Bei Kuraray beschäftigten wir uns bereits seit längerem damit und bieten Materialien, mit denen unsere Kunden aus der Industrie nachhaltige, gesunde und umweltschonende Produktlösungen entwickeln können. Ein Beispiel sind Materialien mit einem niedrigen VOC-Gehalt wie die neuen LV Typen unseres KURARAY POVAL™ Polvinylalkohols (PVA).

Warum ist ein niedriger VOC-Gehalt wichtig?

Dr. Maria Martinez Velencoso: Volatile Organic Compounds (VOCs) beziehungsweise flüchtige organische Verbindungen können sich negativ auf Gesundheit und Umwelt auswirken. Daher arbeiten wir in unseren Entwicklungslaboren daran, den VOC-Gehalt der Materialien zu senken, beispielsweise den Restmonomergehalt – oder im Bereich PVA der Methanolanteil.

Was ist das Besondere an den neuen LV Typen von Poval?

Heiko Mack: Im Vergleich zu herkömmlichen PVA-Materialien ist bei den LV Typen der Methanolgehalt um ein 10-Faches reduziert und liegt bei nur 0,3 Prozent. Dahinter steht ein komplexer Reinigungsprozess, den wir eigens dafür entwickelt haben.

Und wo kommen die LV Typen von Poval zum Einsatz?

Heiko Mack: Aktuell werden die Materialien beispielsweise für Kosmetikanwendungen genutzt. Aber auch von Klebstoffherstellern, insbesondere für Heimklebstoffe, gibt es Interesse.

Jörg Bruss: Apropos umweltschonende und gesunde Produktlösungen. Das ist ein Thema, das im Lebensmittelverpackungsdruck schon länger diskutiert wird. Bisher kamen hier zu größeren Anteilen Farbsysteme auf PVC-Basis zum Einsatz, die wegen ihrer möglichen Belastung mit Restmonomeren als Auslöser von Allergien gelten. Wichtige Hersteller in der Nahrungs- und Getränkeindustrie haben daher angekündigt, PVC zukünftig nicht mehr einsetzen zu wollen.

Welche Alternativen gibt es für PVC im Verpackungsdruck?

Jörg Bruss: PVB-Materialien wie etwa Mowital® von Kuraray sind hier im Vorteil. Sie sind frei von gesundheitsschädlichen Verunreinigungen und damit unbedenklich für die Verbraucher. Ein weiterer Vorteil: Bei PVB-Druckfarben kommt zwar ein Lösemittel zum Einsatz, dies ist im Normalfall aber biologisch abbaubares Ethanol. Das ist umweltschonend recycelbar und lässt sich nachhaltig aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen.

Heiko Mack: Stichwort „Recycling“: Die Europäische Kommission fordert, dass bis 2030 alle Plastikverpackungen in der EU wiederverwendbar oder recycelbar sind. Vor allem bei Lebensmittelherstellern beobachten wir deshalb eine steigende Nachfrage nach Papierverpackungen. Eine Herausforderung für Verpackungshersteller ist dabei, den Papieren eine leistungsfähige Barriere gegen Öl, Fett und Sauerstoff zu verleihen…

…damit die verpackten Lebensmittel lange frisch und genießbar und die Verpackungen dauerhaft stabil bleiben?

Heiko Mack: Genau. Mit unserer PVA-Barrierebeschichtung EXCEVAL™ werden Verpackungsmaterialien undurchlässig für Fette oder Öle und erhalten eine wirksame Gasbarriere. EXCEVAL™ lässt sich als wässrige Lösung beziehungsweise als Beschichtung auf Verpackungsmaterialien aufbringen. Gleichzeitig ist es chlor- und lösemittelfrei.

Ermöglicht das Beschichtungsmaterial damit umweltschonendere Verpackungen?

Heiko Mack: Ja, anders als Beschichtungen auf Acryl-Latex-Basis ist die Beschichtung mit EXCEVAL™ komplett biologisch in Wasser abbaubar. In Kombination mit Papier und anderen biologisch abbaubaren Materialien entstehen umweltfreundliche Alternativen zu konventionellen Lebensmittel-verpackungen, die sich einfach beispielsweise über den herkömmlichen Altpapierkreislauf recyceln lassen.

Haben Sie ein aktuelles Beispiel dafür?

Heiko Mack: Ein großer Einzelhändler in Deutschland hat seit Kurzem Kaffeekapseln im Sortiment, die sich biologisch abbauen lassen. Dabei kommt EXCEVAL™ als Beschichtungsmaterial zum Einsatz. Das ist eine völlig neue Anwendung, bei der wir eng mit unseren Kollegen von Eval zusammenarbeiten, dem Ethylen-Vinylalkohol (EVOH)-Geschäftsbereich von Kuraray. Eval™ EVOH kommt bei konventionellen Kaffeekapseln schon länger zum Einsatz. Mit unseren Kompetenzen aus verschiedenen Bereichen haben wir für unsere Kunden eine leistungsfähige Lösung entwickelt.

Jörg Bruss: Ein weiteres Beispiel ist der 3D-Druck. Im Bereich PVB arbeiten wir aktuell an neuen Formulierungen für Druckfilamente, mit denen sich auf dem 3D-Drucker Werkstücke in Spritzguss-Qualität herstellen lassen. PVB-Materialien wie Mowital® sind dabei gegenüber aktuell dominierenden Werkstoffen auf Polylactid(PLA)- oder Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer(ABS)-Basis im Vorteil. Sie bringen eine hohe mechanische Stabilität und ermöglichen hochwertigere Oberflächen. Dabei ist die Erfahrung der Kollegen von Poval hilfreich.

Heiko Mack: Mit unserem wasserlöslichen Stützfilament MOWIFLEX™3D 2000 bieten wir bei Poval bereits seit einiger Zeit einen 3D-Druck-Werkstoff. Übrigens ist unser Material auch seit kurzem auf Amazon-Business verfügbar. Bei gemeinsamen Tests mit Mowital® hat sich gezeigt, dass unsere beiden Werkstoffe auf PVA- und PVB-Basis sehr gute Druckergebnisse erzielen.

Dr. Maria Martinez Velencoso: Auch für Elastomere gibt es immer mehr Anwendungen im 3D-Druck. Wir bieten dafür extra funktionale Typen, die den Werkstücken langfristig Elastizität verleihen.

Heiko Mack: Ich bin mir sicher, da gibt es weitere Anknüpfungspunkte für gemeinsame Entwicklungen. Mit unseren Kompetenzen aus verschiedenen Werkstoffbereichen schaffen wir innovative Materialien für Farben, Lacke und Klebstoffe bis hin zur Additiven Fertigung.


Besten Dank Ihnen für das Gespräch!

 

 

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news-281 Wed, 10 Apr 2019 10:44:47 +0200 European Coatings Show 19.-21.03.2019 Nürnberg sah ein großartiges KURARAY TEAM https://www.mowital.com/de/news/detailansicht/news/european-coatings-show-19-21032019-nuremberg-saw-a-great-kuraray-team/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=82cf87b539f98d021ef9722d3c36756b Mit mutig verändertem Standdesign und klarem Statement (Slogan) hinterließen drei Geschäftsbereiche der KURARAY Europe GmbH - PVB Technical Resin, POVAL und Elastomer – nachhaltigen Eindruck bei allen Interessierten und Pressevertretern.
Standbesucher spürten, dass wir nicht nur führende Hersteller für technische Bindemittel (binders) sind, sondern auch als verantwortungsbewusste Geschäftspartner verbindlich (binding) agieren und eine fesselnde Vielfalt (binding variety) von Produkten für Anwendungen weit über Farben, Lacke, Klebstoffe und Beschichtungen hinaus anbieten.

 

 

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news-278 Tue, 12 Mar 2019 16:08:28 +0100 „Mit PVB-Materialien erreicht der 3D-Druck die nächste Evolutionsstufe“ https://www.mowital.com/de/news/detailansicht/news/pvb-materials-are-taking-3d-printing-to-the-next-level-of-evolution/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cf1055e66ab1a6999d3bce8bd9539d7a PVB-Druckfilamente wie auf Basis von Mowital schaffen höhere Qualität und Leistungsfähigkeit im 3D-Druck. Dr. Florian Mummy, Laborleiter in der Forschung und Entwicklung bei Kuraray, im Interview
Hattersheim/Frankfurt am Main, März 2019. PVB-Druckfilamente wie auf Basis von Mowital bringen gegenüber Filamenten aus PLA und ABS deutliche Vorteile für den 3D-Druck – heute und in Zukunft. Dr. Florian Mummy ist Laborleiter in der Forschung und Entwicklung bei Kuraray, einem der weltweit führenden Spezialchemie-Hersteller. Im Interview erläutert er, wie Filamente auf PVB-Basis Prozesse und Qualität im 3D-Druck maßgeblich verbessern. Sie schaffen mit ihren einzigartigen Eigenschaften die Grund-lage für die Fertigung von morgen – und schonen gleichzeitig die Umwelt.

Herr Dr. Mummy, welche Entwicklungen erwarten Sie für den 3D-Druck der Zukunft?
Dr. Florian Mummy: Wir befinden uns aktuell in der zweiten von drei Evolutionsphasen. In der Vergangenheit wurde der 3D-Druck bevorzugt bei der Entwicklung zur schnellen Fertigung von Prototypen eingesetzt. Heute stellen Unternehmen bereits einzelne funktionelle Bauteile für Endanwendungen in Serie mit dem 3D-Drucker her. In Zukunft wird die Additive Fertigung zu einem Standard in der Industrie 4.0. Kundenspezifische Produkte, die im industriellen Maßstab mit 3D-Druckern hergestellt werden, gehören dann zum Alltag. Aktuell sind wir davon jedoch noch ein Stück entfernt.

Da gibt es sicher noch einige Herausforderungen zu lösen?
Mummy: Ja, denn beim Schritt hin zur Massenproduktion geht es vor allem darum, Qualität und Reproduzierbarkeit des 3D-Drucks zu verbessern. Ziel ist es, das Qualitätsniveau zu erreichen, das wir vom Spritzguss kennen. Eine Schwierigkeit dabei ist, sicher vorauszusagen, welche mechanische Leistungsfähigkeit die gedruckten Teile haben. Der Grund dafür: Das Druckmaterial (Filament) wird technologiebedingt lagenweise aufgebracht. Kommt es zu Haftungsproblemen zwischen einzelnen Schichten führt dies zum Versagen des Bauteils. Bei den häufig verwendeten Druckfilamenten auf Basis von Polylactid (PLA) oder Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS) ist diese Problematik bekannt. Druckmaterialien, die anteilig oder komplett aus Polyvinylbutyral (PVB) wie beispielsweise Mowital bestehen, sind hier im Vorteil.

Welche Vorteile bringt Mowital für den 3D-Druck?
Mummy: Mit Druckfilamenten auf Basis von Mowital lassen sich 3D-gedruckte Objekte herstellen, die eine höhere mechanische Belastung aushalten. Insbesondere Steifigkeit und Bruchfestigkeit lassen sich mit dem Material steigern. Mowital verfügt über hervorragende Haftungseigenschaften – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die einzelnen Druckschichten dauerhaft zusammen-halten. Ein weiterer Vorteil des Materials ist, dass es gesundheitlich unbedenklich ist. Beim Verdrucken eines Mowital-basierten Druckfilaments entstehen nahezu keine Emissionen und unangenehme Gerüche. Zudem lassen sich mit PVB-Druckfilamenten sehr hochwertige Oberflächen herstellen.

Wie funktioniert das genau?
Mummy: Die Oberflächen von Objekten aus dem 3D-Drucker sind aufgrund der vielen Schichten zunächst rau. Für eine glatte Oberfläche erhalten sie eine spezielle Form des Polishing. Dabei werden die Oberflächen der 3D-Drucke mit einem Aerosol aus winzigen Alkoholtröpfchen besprüht. Die einzelnen Schichten verbinden sich miteinander und verfestigen so gleichzeitig das gedruckte Objekt im Ganzen. Es entsteht eine optisch sehr ansprechende, glatte und zugleich glänzende Oberfläche. Im Gegensatz zu den gängigen Filamenten aus PLA und ABS lässt sich bei Mowital-basierten Druckfilamenten umweltschonendes und gesundheitlich unbedenkliches Ethanol als Aerosolgeber verwenden. Bei reinen PLA-Filamenten sind glatte Oberflächen mittels Polishing gar nicht möglich. Und anders als das narkotisch wirkende Aceton, das bei ABS-Filamenten verwendet wird, ermöglicht Ethanol eine wesentlich präzisere Steuerung des Polishing und damit eine höhere Qualität.

Glatte Oberflächen für schicke Designerprodukte?
Mummy:
Ganz genau, und es gibt noch mehr Anwendungen: hochwertige Verpackungen beispielsweise für Kosmetikprodukte. Hierbei ist auch der einzigartig geringe Gelbwert des Materials von Vorteil. Er ermöglicht es, das Druckfilament präzise und qualitativ hochwertig einzufärben, für das perfekte Design. Auch bei vielen technischen Anwendungen werden sehr glatte und exakte Oberflächen benötigt, um beispielsweise die optimale Passgenauigkeit von Bauteilen sicherzustellen. Mowital könnte damit in Zukunft helfen, Herausforderungen in Luft- und Raumfahrttechnik, Maschinenbau und in der Halbleitertechnologie zu lösen.

Mowital ist kompatibel mit vielen Polymeren. Wie lässt sich diese Eigenschaft im 3D-Druck nutzen?
Mummy: Die Kompatibilität der als Druckfilament eingesetzten Polymere ist entscheidend dafür, wie gut Objekte zusammenhalten, die aus verschiedenen Materialien gefertigt sind. Mowital ist kompatibel mit einer Vielzahl an Polymeren. Dies ermöglicht ganz neue Materialkombinationen. In unserer Forschung und Entwicklung am Kuraray-Standort im Industriepark Höchst haben wir ein eigenes 3D-Drucklabor, in dem wir mit den Kollegen von POVAL Filamente auf Basis von PVA und PVB weiterentwickeln und testen. Bei den Tests hat sich beispielsweise gezeigt, dass PVB-Druckfilamente sehr gute Ergebnisse in Kombination mit Mowiflex 3D 2000 erzielen.

Also mit dem Stützfilament von Kuraray auf PVA-Basis…
Mummy: Ja, mit Mowiflex 3D 2000 bietet Kuraray seit einiger Zeit ein eigenes 3D-Druckfilament an. Mit dem Material auf PVA-Basis lassen sich Stützstrukturen für komplexe, filigrane und überhängende Objekte drucken. Das Besondere: Mowiflex 3D 2000 ist wasserlöslich und lässt sich nach dem Druck einfach mit Wasser abwaschen, ohne dass an den Kontaktpunkten Spuren zurückbleiben. PVA ist auch der Rohstoff, aus dem Mowital gewonnen wird.

Daher die gute Kompatibilität?
Mummy: Genau. Druckfilamente auf Basis von Mowital, beispielsweise Polysmooth vom Filamenthersteller Polymaker, und unser eigenes Filament Mowiflex 3D 2000 haften sehr gut aneinander. In dieser Kombination können die Materialien ihr volles Potential ausspielen und liefern eine hervorragende Druckqualität. Es entstehen beispielsweise keine Fehlstellen aufgrund von Stützmaterial, das nicht ausreichend am Druckfilament haftet.

Druckfilamente auf PVB-Basis sind bisher noch Nischenprodukte. Wird sich das ändern?
Mummy: Da bin ich mir sicher. Ich erwarte, dass PVB-Materialien in Zukunft im 3D-Druck deutlich an Bedeutung gewinnen. Die Vorteile, die Druckfilamente etwa auf Mowital-Basis bieten, sind enorm. Das Material ermöglicht eine höhere Qualität und macht die Fertigungsmethode gleichzeitig sicherer und einfacher. Mit den herausragenden Materialeigenschaften schaffen wir Lösungen für den 3D-Druck von morgen.

 


Dr. Florian Mummy

leitet seit 2013 das Labor für Forschung und Entwicklung im Geschäftsbereich Mowital bei Kuraray, einem der weltweit führenden Spezialchemieunternehmen mit Sitz in Tokio und Europasitz in Hattersheim. Im Industriepark Höchst in Frankfurt am Main arbeitet Dr. Florian Mummy mit seinem Team an der Entwicklung leistungsfähiger PVB-Materialien, die perfekt auf unterschiedliche technische Anwendungsbereiche zugeschnitten sind. Dazu zählen Bindemittel für Farben, Lacke und Beschichtungen bis hin zu Klebstoffen, Folien sowie Materialien für die Additive Fertigung.


3D-Druckfilamente: Von wasserlöslich bis hochleistungsfähig
Die PVB-Materialien Mowital sowie die PVA-Harze Mowiflex lösen mit ihren hervorragenden chemischen und mechanischen Eigenschaften aktuelle Herausforderungen im 3D-Druck. Als leistungsfähiges Druckfilament und wasserlösliches Stützmaterial eröffnen sie neue Möglichkeiten für den 3D-Druck bis hin zur industriellen Fertigung:

Mowital – für glatte Oberflächen und mechanische Leistungsfähigkeit

  • Mit Mowiflex 3D 2000 bietet Kuraray ein eigenes 3D-Druck-Filament auf PVA-Basis
  • Zudem ermöglicht Mowital die Herstellung sehr hochwertiger, glatter Oberflächen für Designobjekte oder technische Einsätze etwa in der Luft und Raumfahrt
  • Mowital ist kompatibel mit zahlreichen Lösungsmitteln. Bei der Oberflächenveredlung der 3D-Drucke mittels Polishing lässt sich gesundheitlich unbedenkliches Ethanol als Lösungsmittel nutzen
  • Zudem ist Mowital frei von Verunreinigungen. Beim Verdrucken von Filamenten auf Mowital-Basis entstehen nur minimale Emissionen und unangenehme Gerüche
  • Druckfilamente auf Mowital-Basis etwa Polysmooth vom Filamenthersteller Polymaker sind sehr gut kompatibel mit dem wasserlöslichen Stützfilament Mowiflex 3D 2000 von Kuraray – für optimale Druckergebnisse

Mowiflex 3D 2000 – wasserlöslich für komplexe Strukturen

  • Mowiflex 3D 2000 is Kuraray’s own 3D printing filament based on PVA
  • Mit dem wasserlöslichen Polymerblend lassen sich Stützstrukturen für komplexe, filigrane oder überhängende Formen oder bewegliche Teile drucken
  • Nach dem Druckvorgang können die Stützstrukturen aus dem Material einfach mit Wasser abgewaschen werden, ohne dass Kontaktspuren am Druckobjekt zurückbleiben
  • Ein weiterer Vorteil: das aufgelöste Material ist biologisch abbaubar und lässt sich einfach über das Abwasser entsorgen

 


„Druckfilamente auf Basis von PVB-Materialien wie Mowital liefern die Grundlage dafür, dass sich der 3D-Druck zu einem industriellen Produktionsstandard entwickeln kann“, betont Dr. Florian Mummy, Laborleiter Forschung und Entwicklung beim Spezialchemie-Hersteller Kuraray. „Mit ihren exzellenten Hafteigenschaften ermöglichen die Materilien, leistungsfähige Bauteile etwa für Maschinen herzustellen.“


„Mit Mowiflex 3D 2000 bietet Kuraray ein eigenes 3D-Druckfilament. Mit dem wasserlöslichen PVA-Blend lassen sich Stützstrukturen für komplexe und überhängende Objekte drucken und nach dem Drucken einfach abwaschen“, erkläutert Dr. Florian Mummy, Laborleiter Forschung und Entwicklung bei Kuraray. „Das Material ist sehr gut kompartibel mit Druckfilamenten auf Mowital-Basis. Die Materialkombination ermöglicht hervorragende Druckergebnisse.“


Über Kuraray
Die Kuraray Europe GmbH wurde 1991 gegründet. Sie hat ihren Hauptsitz in Hattersheim bei Frankfurt am Main und erwirtschaftete 2016 einen Jahresumsatz von über 600 Millionen Euro. Bundesweit sind 760 Mitarbeiter an den Standorten Hattersheim, Frankfurt und Troisdorf für Kuraray im Einsatz. Kuraray ist ein weltweit tätiges Spezialchemie-Unternehmen und zählt zu den größten Anbietern von Polymeren und synthetischen Mikrofasern für viele Industriezweige, wie zum Beispiel KURARAY POVAL™, Mowital®, MOWIFLEX™, Trosifol® oder CLEARFIL™. Hinzukommen weitere rund 100 Mitarbeiter an sechs europäischen Standorten, die sich ebenfalls um die Entwicklung und Anwendung innovativer Hochleistungsmaterialien für zahlreiche Branchen wie die Automobil-, Papier-, Glas- und Verpackungsindustrie sowie für Architekten oder Zahnärzte kümmern.

Kuraray Europe ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der japanischen börsennotierten Kuraray Co., Ltd., mit Hauptsitz in Tokio, über 9.000 Mitarbeitern weltweit und einem Umsatz von über 4 Milliarden Euro.


Dr. Bettina Plaumann

Head of KEG Communications & Marketing
Kuraray Europe GmbH
Philipp-Reis-Straße 4 65795
Hattersheim am Main
Tel.: +49 69 305 85797
E-Mail: Bettina.Plaumann(at)kuraray.com 
Internet: www.kuraray.eu 
www.elastomer.kuraray.com 

Christopher Kampfmann
Wortwahl – Agentur für Unternehmens- und Onlinekommunikation (Agency for Business and Online Communication)
Bahnhofstraße 123
63263 Neu-Isenburg
Tel.: +49 6102 36678-22
E-Mail: kampfmann(at)wortwahl.de   
Internet: www.wortwahl.de


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news-276 Thu, 14 Feb 2019 14:09:40 +0100 Neues PVB-Material für hohe Temperaturen und mit optimaler Rheologie https://www.mowital.com/de/news/detailansicht/news/new-pvb-material-for-high-temperatures-with-optimized-rheology/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bb6d91ab699456ded4f2491eeb90dfd7 Neues Mowital® für hohe Temperaturen und mit optimaler Rheologie
Kuraray präsentiert auf der European Coatings Show in Nürnberg vom 19. bis 21. März 2019 ein neues Material auf Basis der Polyvinylbutyrale (PVB) Mowital®. Das Polyvinylacetal BA 55 HH verfügt über eine einzigartige Rheologie und Viskosität. Damit verleiht es Beschichtungen und Lacken ein sehr gleichmäßiges Fließverhalten – für höhere Qualität und minimalen Materialeinsatz bei industriellen Beschichtungsverfahren wie etwa dem Curtain Coating.

Temperaturbeständig – für Einbrenn- und Heißsiegellacke
BA 55 HH verfügt über eine bis zu 40 Prozent höhere Glasüber-gangstemperatur (Tg) als vergleichbare Materialien auf dem Markt. Damit eignet sich das PVB-Material für Anwendungen mit hohen Verarbeitungstemperaturen ab 200 Grad Celsius – etwa als Bindemittel für Einbrenn- und Heißsiegellacke sowie Schmelzkleber. Mit BA 55 HH baut Kuraray sein einzigartiges Portfolio weiter aus. Unter der Marke Mowital® bietet der Spezialchemiehersteller PVB-Materialien mit technischen und chemischen Eigenschaften, die ideal auf unterschiedlichste Anwendungen zugeschnitten sind: von Druckfarben bis hin zu Klebesystemen.

 

 

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news-270 Mon, 12 Nov 2018 14:57:36 +0100 Grün ist das neue Bunt: PVB als Chance im Verpackungsdruck https://www.mowital.com/de/news/detailansicht/news/going-green-is-coming-into-fashion-pvb-as-an-opportunity-in-packaging-printing/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=844003483dd6aae69184b28bac99f03a Umweltfreundliche PVB-Farben sind für Lebensmittelverpackungen unbedenklich – ihre Bedeutung im Verpackungsdruck wächst weltweit
Der Markt für Verpackungsdruck wächst weltweit und mit ihm die Anforderungen an Verpackungsdruckfarben. Umweltfreundlichen PVB-Farbsystemen gehört dabei die Zukunft, weil sie in Lebensmittelverpackungen unbedenklich sind und brillante Ergebnisse dort liefern, wo andere Drucksysteme an ihre Grenzen stoßen. Dabei bringen PVB-Farben noch weitere Vorteile.

Nach einer aktuellen Studie des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau steigen die globalen Umsätze für das Bedrucken von Verpackungen jährlich um mehr als 5 Prozent. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen, die Verbraucher, Industrie und Gesetzgeber an Druckfarben stellen. Wir bei Kuraray, als einer der weltweit führenden Spezialchemiehersteller und Zulieferer der Druckfarbenindustrie, beobachten zwei wichtige Trends: Das zunehmende Bewusstsein für umweltschonende und verträgliche Farben – und einen steigenden Bedarf an individuell angepassten Spezialfarben. Für beide Entwicklungen bringen Polyvinylbutyral-(PVB) Farbsysteme, etwa auf Basis unseres PVB-Harzes Mowital, Vorteile.

Unbedenkliche Farben für Lebensmittelverpackung
Verbraucherschützer fordern beim Bedrucken von Lebensmittelverpackungen immer wieder, auf Polyvinylchlorid(PVC)-basierte Farben zu verzichten. Sie gelten wegen ihrer möglichen Belastung mit Restmonomeren etwa als Auslöser von Allergien. Viele Lebensmittelkonzerne und Discounter setzen sich daher selbst bereits hohe Standards für die Verpackung ihrer Produkte. Nach der Schweiz erwarten wir nun auch in Deutschland mit der Druckfarbenverordnung höhere Anforderungen an Lebensmittelverpackungen im europäischen Wirtschaftsraum. PVB-Farben gewinnen dabei an Bedeutung: Sie sind frei von gesundheitsschädlichen Verunreinigungen und damit absolut unbedenklich für die Verbraucher.

Die gute Kompatibilität mit anderen Druckfarbenkomponenten ist einer der Gründe, warum das Bedrucken von Lebensmittelverpackungen bereits heute zu den wichtigsten Einsatzbereichen von PVB gehört. Mit seinen hervorragenden Eigenschaften ermöglicht es dauerhafte Drucke für anspruchsvolle Verpackungsanwendungen. Modifizierte PVB-Druckfarben sind beständig bei Hitze- und Dampfbehandlungen zum Beispiel für Sterilisationsverpackungen. In Mikrowellenöfen setzen PVB-Farben keine schädlichen Emissionen frei, sie sind völlig unbedenklich bei Verpackungen von Fertiggerichten. Auch bei Tiefkühlverpackungen sind PVB-Farben im Vorteil. Anders als etwa Nitrocellulose(NC)-Farben bleiben sie bei sehr niedrigen Temperaturen weicher und flexibler – ohne die Zugabe von Weichmachern. Gleichzeitig erfüllen sie die hohen Standards für Tiernahrungsverpackungen.

Glanz und Leuchtkraft für aufwendige Verpackungsdesigns
Ihre besonderen Fähigkeiten beweisen PVB-Farbsysteme auch im Markt für Spezialanwendungen. Die Anforderungen an das Design hochwertiger Verpackungen steigen: Materialien wie Glas und Metalle kommen immer häufiger zum Einsatz. Mit seinen sehr guten Hafteigenschaften ermöglicht PVB als Bindemittel Drucke auf vielen Materialien wie Polyolefinen, Metall, Celluloseacetat, Polyester, Cellophan, Polyamid und Polystyrol. PVB-Druckfarben zeichnen sich zudem über geringe Lösemittelretention, gute rheologische Eigenschaften und hohe Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit aus. Damit liefern sie die Basis für hochwertige Spezialdruckfarben, zum Beispiel in Kombination mit metallischen Pigmenten für Labeldrucke, sowie für Glasfarben, etwa für Flacons von Kosmetikprodukten.

Die steigenden Ansprüche an Druckfarben für Verpackungen sind ein globaler Trend. In Asien sowie im arabischen und afrikanischen Wirtschaftsraum beobachten wir, dass herkömmliche lösungsmittelbasierte Druckfarben im Verpackungsdruck zunehmend von Ethanol-basierten Farbsystemen wie beispielsweise PVB-Farben ersetzt werden. Aufgrund der ebenfalls guten Einsetzbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit sehen einige NC- und PVC-Farbsysteme aktuell immer noch im Vorteil. Die steigende Nachfrage nach umweltschonenden und hochleistungsfähigen Farben verändert den Markt jedoch nachhaltig. Druckfarben auf PVB-Basis eröffnen dabei neue Chancen und Möglichkeiten für den Verpackungsdruck der Zukunft.

Zum Autor:
Dr. Michael Frank ist R&D Manager im Bereich PVB bei Kuraray. Das PVB-Harz Mowital des Spezialchemieherstellers findet unter anderem als umweltfreundliches Bindemittel in Druckfarben Einsatz.

 

 

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news-267 Wed, 05 Jul 2017 08:00:00 +0200 Kooperation von Polymaker und Kuraray: 3D-Druckfilament auf Mowital®-Basis https://www.mowital.com/de/news/detailansicht/news/co-operation-of-polymaker-and-kuraray-3d-printing-filament-based-on-mowitalr/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bf84f3de1235b76cf16f000043eae38d Hattersheim, 5. Juli 2017. Resultierend aus einer Kooperation mit Kuraray führt Polymaker das Produkt PolySmooth™ ein, das erste 3D-Druckfilament auf PVB-Basis. Das Filament, dessen Hauptbestandteil Kurarays Polyvinylbutrylharz Mowital® darstellt, markiert einen Durchbruch im Filament-basierten 3D-Druck. Aufgrund seiner exzellenten Glättbarkeit lassen sich mit PolySmooth™ Objekte drucken, die nach Anwendung von Polymakers Micro-Droplet Polishing™ Technologie eine solch glatte und glänzende Oberfläche aufweisen, dass sie industriell gefertigten Spritzgussprodukten in nichts nachstehen.    
Die Materialforscher von Polymaker arbeiteten bei der Entwicklung von PolySmooth™ eng mit dem Kuraray-Team zusammen. “Mowital® ist das ideale Ausgangsprodukt für unsere Formulierung”, sagt Dr. Xiaofan Luo, der Mitbegründer und Präsident von Polymaker, „wir hatten verschiedene Polyvinybutyralharze getestet und MowitalTM schnitt klar als das Beste in Bezug auf Qualität und Konsistenz ab. Mit diesem Produkt konnten wir die Oberflächeneigenschaften von 3D-Druckerzeugnissen signifikant verbessern.“

„Der Einsatz von Mowital® im 3D-Druck ermöglicht es, Objekte mit hoher Oberflächenqualität auch zu Hause zu drucken“, führt Jörg Bruss, Director, Global Business - Technical Resin bei Kuraray aus, „Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Polymaker. Gemeinsam werden wir den Markt für PVB im 3D-Druck ausweiten.“

Ein glänzendes Ergebnis
Aufgrund seiner außerordentlichen Glättbarkeit stellt die Markteinführung von PolySmooth™ ein Meilenstein im 3D-Druck dar. Ein mit PolySmooth™ hergestelltes 3D-Modell wird im Polysher™, der zugehörigen Nachbearbeitungseinheit, mit einen feinen Isopropanol-Nebel umhüllt, der aufgrund der Alkohol-Löslichkeit von PolySmooth™ die Oberfläche des Modells aufschmilzt. Dieser Prozess bindet die Filament-Lagen und gleicht Unebenheiten an der Oberfläche aus. Dadurch wird aus einer grob geschichteten matten Oberfläche ein wasserfestes glänzendes Objekt - ein echtes Highlight im Filament-basierten 3D-Druck. Damit können Anwender zukünftig auch im privaten Bereich 3D-Objekte auf Industriestandard-Niveau erzeugen.


Herausragende Materialeigenschaften
PolySmooth™ weist im Vergleich zu derzeitigen Standardmaterialien ausgezeichnete Druckbarkeit, überzeugende mechanische Eigenschaften und eine sehr geringe Geruchsentwicklung während des Drucks auf. Daher sind neben der die industriellen auch Anwendungen im Büro oder Studio möglich.

Bei Mowital® handelt es sich um Spezialpolymere, das sich durch besondere anwendungstechnische Eigenschaften auszeichnen. Dabei sind die Polymere für unterschiedlichste Anwendungen maßgeschneidert. Die Eigenschaften der Polyvinybutyrale wie beispielsweise mechanische Festigkeit, Lichtbeständigkeit und sehr gute thermoplastische Verarbeitbarkeit kommen auch in PolySmooth™ zum Tragen, dessen gute Verzugsfestigkeit es ideal für große Drucke macht.

 

Fotos
Quelle: Polymaker


Glänzendes Ergebnis: PolySmooth™, dessen Hauptbestandteil Kurarays Polyvinylbutrylharz darstellt, markiert einen Durchbruch im Filament-basierten 3D-Druck. Mowital® verbessert die Oberflächeneigenschaften von 3D-Druckerzeugnissen signifikant.


Echtes Highlight: Mit PolySmooth™, einem Filament auf  Basis von Kurarays Polyvinylbutrylharz Mowital®, lassen sich Objekte mit glatter und glänzender Oberfläche drucken, die industriell gefertigten Spritzgussprodukten in nichts nachstehen.

 
Meilenstein: Der Einsatz von Mowital® im 3D-Druck ermöglicht es, Objekte mit hoher Oberflächenqualität auch zu Hause zu drucken. Damit können Anwender zukünftig auch im privaten Bereich 3D-Objekte auf Industriestandard-Niveau erzeugen.

 

Über Kuraray
Die Kuraray Europe GmbH wurde 1991 gegründet. Sie hat ihren Hauptsitz in Hattersheim bei Frankfurt am Main und erwirtschaftete 2016 einen Jahresumsatz von über 600 Millionen Euro. Bundesweit sind 660 Mitarbeiter an den Standorten Hattersheim, Frankfurt und Troisdorf für Kuraray im Einsatz. Kuraray ist ein weltweit tätiges Spezialchemie-Unternehmen und zählt zu den größten Anbietern von Polymeren und synthetischen Mikrofasern für viele Industriezweige, wie zum Beispiel KURARAY POVAL™, Mowital®, Trosifol® oder CLEARFIL™. Hinzu kommen weitere 180 Mitarbeiter an sechs europäischen Standorten, die sich ebenfalls um die Entwicklung und Anwendung innovativer Hochleistungsmaterialien für zahlreiche Branchen wie die Automobil-, Papier-, Glas- und Verpackungsindustrie sowie für Architekten oder Zahnärzte kümmern.
 Kuraray Europe ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der japanischen börsennotierten Kuraray-Gruppe mit Hauptsitz in Tokio, rund 10.000 Mitarbeitern weltweit und einem Umsatz von über 4 Milliarden Euro.
www.kuraray.eu


Über Polymaker LLC:
Polymaker steht für Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit in der Herstellung hochwertiger 3D-Druckmaterialien. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai, China, verfügt nun auch über globale Niederlassungen in den USA, den Niederlanden und Japan. Modernste Herstellungsverfahren und marktführende Qualitätssicherung gewährleisten nicht nur, dass Polymakers  Filamente höchsten Qualitätsstandards entsprechen, sondern darüber hinaus auch innovative Eigenschaften aufweisen. Sei es ihre hohe mechanische Belastbarkeit, unübertroffener Jam-Free™ -Druck  oder das weltweit erste schaumbasierte 3D-Druckfilament, Polymaker wird der 3D-Druck-Community auch in Zukunft neue leistungsfähiger Materialien zur Verfügung stellen.
www.polymaker.com



Pressekontakte:
Dr. Bettina Plaumann
Head of KEG Communications & Marketing Kuraray Europe GmbH
Philipp-Reis-Straße 4
65795 Hattersheim am Main
Tel.: +49 69 305 85797
E-Mail: Bettina.Plaumann(at)kuraray.com
Internet: www.kuraray.eu


Julian Rudolf
Wortwahl – Agentur für Unternehmens- und Onlinekommunikation
Bahnhofstraße 123
63263 Neu-Isenburg
Tel.: +49 6102 36678-16
E-Mail: rudolf(at)wortwahl.de
Internet: www.wortwahl.de

 

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news-265 Wed, 08 Feb 2017 12:40:00 +0100 Produktabkündigung https://www.mowital.com/de/news/detailansicht/news/product-discontinuation-notice/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=488212f91d03cda5a45cacb9cc2feaf0 Hiermit informieren wir unsere Kunden, dass wir die Produktion unsere Produkte Mowital® B 45 M und Mowital® LP BX-860 einstellen werden. Beide Typen werden üblicherweise als Bindemittel für Lacke und Druckfarben eingesetzt.
Die beiden Produkte können noch bis spätestens 31. Dezember 2017 bestellt werden, solange der Vorrat reicht.

Diese Produktabkündigung betrifft die folgenden Materialnummern:

Materialnummer Beschreibung Verpackung
84010102 Mowital® B 45 M 15 kg Papiersack

Empfohlenes Alternativprodukt:
Mowital® B 45 H

Materialnummer Beschreibung Verpackung
84250102 Mowital® LP BX-860 15 kg Papiersack

Empfohlenes Alternativprodukt:
Mowital® B 45 H oder Mowital® B 60 H

Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten. Für die Auswahl eines für Ihre Applikation geeigneten Produktes stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich dazu an unseren technischen Kundenservice unter +49 69 305 85729 (EMEA), +81 3 6701 1422 (ASIEN) oder +1 2489 229582 (AMERIKA). Sie erreichen uns außerdem unter Marketing-PVB(at)kuraray.com.

Wir schätzen unsere Partnerschaft und freuen uns, Ihnen behilflich zu sein.

 

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news-266 Mon, 05 Dec 2016 14:32:00 +0100 Namensänderung: Polyvinylbutyral - Pioloform® BL 16 wird geändert in Mowital® BA 20 S https://www.mowital.com/de/news/detailansicht/news/name-change-polyvinyl-butyral-pioloformr-bl-16-will-change-to-mowitalr-ba-20-s/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e140e54c0b957b648848e8440e9d000a Hiermit informieren wir unsere Kunden, dass der Produktname Pioloform® ab dem 1. Januar 2017 in Mowital® geändert wird.
Diese Namensänderung ist Teil eines globalen Harmonisierungsprozesses der Polyvinylbutyral (PVB)-Marken von Kuraray. Mowital® ist ein bereits bestehender globaler Markenname für PVB-Produkte von Kuraray. Mit dieser Änderung wird der Markenname Mowital® auf alle PVB-Produkte von Kuraray ausgeweitet. Die Produktionsprozesse bleiben jedoch unverändert und alle regulatorischen Informationen bleiben gültig.

Pioloform® BL 16 wird in unsere Mowital-Produkttypen-Nomenklatur aufgenommen und daher in Mowital® BA 20 S umbenannt.

Es wird eine Übergangszeit geben, in der der alte und der neue Name nebeneinander bestehen. Die Markenbezeichnung auf den Verpackungen zeigt während der Übergangszeit beispielsweise sowohl die alte als auch die neue Produktnomenklatur. Wir werden jedoch alles daransetzen, dass dieser Zeitraum kurzgehalten und Sie in keiner Weise beeinträchtigen wird.

Kuraray ist ein weltweiter Hersteller von Polyvinylbutyral mit über 70 Jahren Erfahrung. Unser Portfolio umfasst Standardprodukte und Spezialprodukte. Mowital® erfüllt alle Ihre Anforderungen, unabhängig davon, ob Sie PVB mit niedriger oder hoher Viskosität benötigen. Das Sortiment umfasst Produkte für eine Vielzahl von Anwendungen.

Mowital® – die Marke für beste Verbindungen.

 

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